FUNDAMENT Bauen Wohnen Leben eG

"Wohnen in Frankfurt" ist ein Thema, das der LAGG seit seiner Gründungsgeschichte rund um die Erhaltung der Werkswohnungen der ehemaligen Adlerwerke für die Beschäftigten verfolgt.

Bezahlbarer Wohnraum ist in Frankfurt besonders knapp. Als eine der wirtschaftsstärksten, flächenmäßig jedoch eher kleinen Städte im Land verzeichnet die Rhein-Main-Metropole seit 2004 jedes Jahr einen Geburtenüberschuss. Gleichzeitig investierte die Stadt immer weniger in den sozialen Wohnungsbau. Nach München hat Frankfurt das höchste Mietniveau. Die Bevölkerungsdichte bewegt sich mit 2.772 Einwohnern je Quadratkilometer auf sehr hohem Niveau. Neben einer angemessenen Grundversorgung der Bevölkerung mit Wohnraum geht es immer stärker auch darum die Wohnbedürfnisse an die verschiedenen Bevölkerungsgruppen anzupassen. Dabei spielen neue Wohnformen für jung und alt, Wohnungen für junge Familien sowie Projekte für gemeinschaftliches Wohnen eine immer wichtigere Rolle für die Menschen.

Baugenossenschaft GründungIm Jahr 2005 gab der LAGG daher den Anstoß zur Gründung einer Baugenossenschaft, die er finanziell und ideell unterstützte. Dem ersten Aufruf zu einem Treffen im Club Voltaire folgten gleich rund 100 Interessierte. Kurz danach gründeten 40 Männer und Frauen die Genossenschaft mit dem Namen „Fundament  Bauen Wohnen Leben“. Inzwischen zählt diese 120 Mitglieder und hat ihr erstes Haus im Frankfurter Stadtteil Preungesheim gebaut. Seit 2007 wohnen dort acht junge Familien. Ein zweites  Wohnprojekt für zwölf Einzelpersonen und Paare auf dem ehemaligen Naxosgelände im Frankfurter Stadtteil Ostend ist mitlerweile realisiert.

Mitglieder sind Männer und Frauen, die in solchen Projekten wohnen möchten sowie Menschen, die das gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnen unterstützen wollen. Soziales, ökologisches und selbst verwaltetes Wohnen wird so möglich.

 "Je mehr Menschen sich für Fundament einsetzen, desto größer sind die Chancen weitere Projekte in der Stadt durchzusetzen und auch weniger betuchte Bevölkerungschichten mit hochwertigem Wohnraum zu versorgen," ist Vorstandsmitglied Jürgen Thau überzeugt. Vorstand, Aufsichtsrat, Genossenschaftsbeirat sind alle ehrenamtlich tätig. Sie legen mindestens einmal im Jahr den Mitgliedern bei der Generalversammlung Rechenschaft ab.

Fundament ist Mitglied im "Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen"

"Die Anstiftung des LAGG zu selbstverantwortlichem Handeln zusammen mit einer ersten Anschubfinanzierung waren entscheidend für die Entstehung und den Erfolg von Fundament," zieht Kai-Oliver Tiffany, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft Bilanz. Fundament ist ein gelungenes Beispiel für die Wirksamkeit von Eigeninitiative und die erfolgreiche Entfaltung eigener Ressourcen. Das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" bestätigt sie auf beeindruckende Weise.

Weiter Informationen und Veröffentlichungen:

Neun Fragen an Lothar Reininger, Für erschwingliches Wohnen, Zeitungsartikel  aus der Frankfurter Rundschau