Gedenk-Aktion für 1616 KZ-Häftlinge der Adlerwerke

77. Jahrestag des Todesmarsches aus dem KZ "Katzbach" in den Adlerwerken.

Aktion 1616 KZ-Häftlinge - AUFRUF

19.03.2022 von 14:00 bis 16:00 Am Mainufer in Frankfurt,
Aus Anlass des 77. Jahrestags des Todesmarsches aus dem KZ möchten wir alle 1616 Häftlinge, von denen die übergroße Mehrheit KZ, Todestransport und Todesmarsch nicht überlebt haben, mit dieser Gedenk-Aktion würdigen.

Das KZ in den Frankfurter Adlerwerken

Am 22.8.1944 wurde im Frankfurter Gallus, auf dem Gelände der Adlerwerke ein Konzentrationslager mit dem Decknamen »Katzbach« in Betrieb genommen. Die Adlerwerke waren im Nationalsozialismus ein Rüstungsbetrieb. Sie wurden von der SS mit KZ-Häftlingen für die Produktion versorgt. 1616 Zwangsarbeiter erlitten hier eine unbeschreibliche Hölle. Nur wenige von ihnen überlebten. Die meisten Häftlinge wurden bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstand festgenommen und in das KZ "Katzbach" verschleppt, es gab auch Häftlinge aus der damaligen Sowjetunion und anderen Nationen, auch jüdische Menschen waren unter den Häftlingen.

Adlerwerke. Ein Geschichtsort für Frankfurt - Start einer Spendenkampagne

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig präsentierte am Mittwoch, den 15. Dezember, zusammen mit dem Kurator Thomas Altmeyer den aktuellen Stand der Arbeiten am „Geschichtsort Adlerwerke: Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager“ und stellte Andreas von Schoeler als Schirmherr der geplanten Spendenkampagne vor. Seit Anfang des Jahres laufen die Planungen mit den beteiligten zivilgesellschaftlichen Initiativen auf Hochtouren, die Eröffnung ist für Frühjahr 2022 geplant.

Radiosendung: Zwangsarbeit im Dritten Reich — Das KZ Katzbach in Frankfurt

Andrzej Brenacki und Janusz Galicki sind zwei Zeitzeugen des KZ Katzbach, das von August 1944 bis März 1945 in den Adlerwerken eingerichtet war. Unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten und lebten die meist polnischen Zwangsarbeiter, bewacht durch SS-Truppen. Wer zu schwach war und starb wurde durch neue Häftlinge ersetzt. Der jüngste Häftling war gerade mal 11 Jahre alt. // RadioX Politopia Magazin - Sendung vom 29. und 30. Dezember zum Nachhören auf https://politopiamagazin.de/

Historisches Museum: Frankfurt und der NS

Ab Dezember zeigt das Historische Museum Frankfurt ein bisher vorbildloses Ausstellungsprojekt: In drei Formaten widmet es sich dem Thema „Frankfurt und der NS“. 75 Jahre nach der Befreiung der Stadt durch US-Truppen ist der Nationalsozialismus (NS) und sein Nachwirken leider ein hochaktuelles Thema, wie rechtsradikale Anschläge, Parteien und Propaganda zeigen. Wie sich die vor 1933 als liberal und demokratisch geltende Stadt mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil im Reich so schnell und radikal dem NS andienen konnte, und wie schleppend die Aufarbeitung danach verlief – sind Leitfragen der drei Ausstellungen.

Frankfurt im Film 1933

23.01.2022 von 16:00 bis 19:00 Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, Frankfurt am Main,
Der erste Farbfilm von Frankfurt und die Filme von Gustav Schneider

Nachruf auf Trude Simonsohn

Trude Simonsohn, Antifaschistin und Verfolgte des Naziregimes, die zwei Konzentrationslager überlebte und Frankfurts erste Ehrenbürgerin wurde, ist am 6. Januar 2022 im Alter von 100 Jahren gestorben.